Begriffsdefinitionen und häufige Verständnisse von "Projektleiter" |
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"Projektleiter" als Bezeichnung für eine QualifikationZur besseren Unterscheidung der in diesem Kontext verwendeten anderen Bezeichnungen wird unter "Qualifikation" lediglich die formale Qualifikation für die Projektleitung verstanden. (Formale) Qualifikationen sollten das Ergebnis von Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen sein. Die Qualifikationen werden in der Regel durch Urkunden, Teilnahmebescheinigungen, Zeugnisse, Preise, Belobigungen, Berechtigung zum Führen von Titeln und anderem mehr formell belegt. Die Inhalte der Maßnahmen, die zur (formalen) Qualifikation geführt haben, werden selten hinterfragt. Sind die Qualifikationsmaßnahmen "staatlich anerkannt", ist eine Diskussion oder gar Änderung der Inhalte sakrosant. (Formale) Qualifikationen werden oft als Bedingung für die Besetzung von Stellen oder für die Erteilung von Aufträgen gemacht. Es besteht dabei meist die unhinterfragte Vermutung, dass mit einer (formalen) Qualifikation auch eine entsprechende Qualifizierung und Eignung verbunden sei. Das ist insbesondere dann kaum mehr annehmbar, wenn die Qualifizierungsmaßnahmen lange zurück liegen und das Projekt zu einem hohen Maße völlig neue oder andere Anforderungen an den Projektleiter stellt als jene, die Gegenstand der Qualifizierungsmaßnahmen gewesen waren. Hinweise für "Projektleiter als Qualifikation":Qualifizierungsmaßnahmen für Projektleiter gehören inzwischen zum Standardprogramm einer jeden Beratungs- und Bildungseinrichtung. Für Personen, die sich zum Projektleiter qualifizieren wollen, ist der Markt unübersichtlich geworden. Die häufige Koppelung von Qualifizierungsmaßnahmen mit bestimmten Werkzeugen, Methoden, Verfahren und Tools erschwert die Trennung zwischen Spreu und Weizen, d.h. nützlicher Qualifizierungen und unnützer Zeitverschwendung noch mehr. Das ist jedoch eher keine Frage der Anbieter, sondern eher der Passung der notwendigen und ausreichenden Qualifizierungen auf jede Bedarfe, die den Zeit- und Geldaufwand tatsächlich auch lohnen. Vorsicht ist geboten, wenn sogenannte "Schnellbleichen" angeboten werden oder völlig überteuerte Angebote von Personen oder Organisationen, die "Gurus" auffahren lassen. Hier wird eher das olympische Prinzip verballhornt: Die Teilnahme ist wichtiger als die Inhalte und der Praxisbezug. Hinweise für die Projektpraxis:Qualifizierungsmaßnahmen sollten so nah wie möglich am Projekt bzw. dem Projektmanagement und dem betrieblichen Geschehen erfolgen. Nur die Praxisnähe ermöglicht, dass die Referenten und Trainer sich auf jene Themen konzentrieren (können), die tatsächlich praxisrelevant sind und weniger auf jene, die "allgemein für üblich und als Standard" angesehen werden. Die VPMA Virtuelle Projektmanagement Akademie bietet eine große Anzahl von Veranstaltungstypen an (also nicht Veranstaltungen), deren Beschreibungen den Nachfragern und Anbietern es erleichtern sollte, die richtigen Qualifizierungsmaßnahmen, Partner und Lehr- und Lernformen zu finden. Hilfen dazu: Bildungs-, Beratungs- und Qualifizierungstypen Mit dem HCPM-Pass bzw. dem HCPM-Prozess können generelle und spezielle Qualifizierungsbedarfe rechtzeitig erkannt und in den Prozess des Projektmanagements eingebunden werden. |
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